Nur mit funktionierenden Sinnen können Kinder die Welt wahrnehmen, entdecken und verstehen. Eine beeinträchtigte Sinneswahrnehmung hat weitreichende negative Folgen für die weitere Entwicklung und das (spätere) schulische Lernen. Die kindliche Bewegung insgesamt bzw. kindliche Bewegungserfahrungen spielen für das Gelingen des gesamten Entwicklungsprozesses eine überragende Rolle. Durch Bewegen und Handeln werden die Sinne gefordert und gefördert; ihr Zusammenspiel wird verbessert. Dem stehen jedoch in der heutigen Zeit für viele Kinder eher ungünstige Lebens- und Alltagsbedingungen gegenüber, die u.a. durch die zunehmende Mediatisierung und die damit im Zusammenhang zu sehende „Verhäuslichung“ zu mehr oder weniger starken Einschränkungen führen.
Diese Veranstaltung soll zeigen, wie psychomotorische Förderung spielerisch die Wahrnehmung von Kindern anregen und stärken kann. Dazu werden zum Einen theoretische Grundlagen und Zusammenhänge erörtert und zum Anderen sollen zahlreiche Beispiele zur auditiven, visuellen, vestibulären, taktilen und kinästhetischen Wahrnehmungsförderung in der Praxis durch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst erprobt werden.

Prof. Dr. Wolfgang Beudels

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